Rudolf Ledermüller

Eisenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1901    † 1943

 

Herkunft, Beruf

Rudolf Ledermüller wurde am 31.3.1901 in Wagenburg (Oberösterreich) geboren. Er war Eisenbahner in Donawitz.

AB 1938 Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe

Ab 1938 war Rudolf Ledermüller Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 30. 9. 1941 wurde Rudolf Ledermüller verhaftet und am 10. 12. 1942 in Graz gemeinsam mit Johann Sablatnig, Johann Leinweber, Franz Goldmann und Johann Sattler (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 13.4.1943 wurde er im LG I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Die Angeklagten (…) [waren] bis zum Verbot aller marxistischen Organisationen in Österreich (1934) Mitglieder der SPÖ und der marxistischen Gewerkschaft gewesen, und zwar Sablatnig, Leinweber und Ledermüller seit 1920 (…) Auch Leinweber und Ledermüller nahmen im Herbst 1939 ihre Beitragszahlungen wieder auf. Auf Weisung des Götzinger musste Ledermüller seine Beiträge an Leinweber abführen, der sie mit seinen Beiträgen (…) an Sablatnig weiterleitete.“

Gedenktafel, Denkmal

Sein Name steht auf der 1950 enthüllten Gedenktafel am Leobner Bahnhof; ebenso am 1975 errichteten Denkmal vor dem Bahnhof in Leoben.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


Porträt teilen